Mittwoch, 11. November 2015

St. Martin

Teilen macht Spaß!
Das ist hier bei uns ein richtiges Schlagwort - und wohl auch gerade in großen und auch kleinen (Groß)Familien eine nicht wegzudenkende Regel.

Während dies das ganze Jahr über mal besser, mal schlechter klappt, wird das Teilen am Martinstag von den Wurzelkinder gerne zelebriert. Schließlich ist Martin, der Soldat, der so selbstlos sein Geld mit den Armen und seinen Mantel mit dem Bettler teilt, ein echtes Vorbild.

St. Martin feiern wir in der Wurzelfamilie gleich 2x: Einmal mit Laternenumzug und Basar im Kindergarten und einmal mit Martinszug und Lagerfeuer in der Schule.
Das Highlight der Kinder ist jedes Mal das Martinsspiel - die Vorschulkinder führen es in der Kirche auf. Während die anderen Kinder und die Gemeinde singen, kann man sehen, wie der arme Bettler (in diesem Jahr das überaus stolze Wurzelbübchen) in Lumpen die vorübergehenden Menschen um eine milde Gabe anfleht. Niemand beachtet ihn, bis Martin auf seinem Pferd angeritten kommt und dem armen Mann endlich eine Hälfte seines durch einen Schwerthieb geteilten Mantels schenkt.
Diese Geschichte fasziniert die Wurzelkinder einfach: Wieso laufen alle Menschen am Bettler vorbei? Sie sehen doch, wie sehr er friert! Schau mal! Martin schneidet seinen Mantel kaputt, nur damit der Bettler nicht mehr frieren muss! Und vor allem: Martin gibt sein Schwert dem König zurück - er will nicht mehr KÄMPFEN, er will lieber HELFEN!

Da kann man als Mutter das ganze Jahr über versuchen zu erklären, dass, wenn man seine Sachen teilt, man zwar augenscheinlich erst einmal weniger für sich selbst hat, aber diese geteilte Freude, letztlich doppelte Freude bedeutet, da man sich GEMEINSAM freuen kann. Man kann immer wieder nach neuen Beispielen suchen, sich den Mund franselig reden - oder man schaut sich das Martinsspiel an und auf einmal ist den Kindern alles klar. Die Martinslegende scheint einfach einen besonderen Zugang zu den Herzen der Kinder zu haben.

Vielleicht ist es auch der Zauber der Laternen, der diesen direkten Zugang möglich macht?
Neben Michaeli ist das Martinsfest ein weiteres Lichterfest, dass uns Kraft geben soll in der nun immer dunkler werdenden Welt. Das Licht der Laternen symbolisiert das Licht in uns, welches wir in die Welt tragen wollen, um uns, wie auch andere zu stärken und Hoffnung zu schenken - ein kleines Licht in der Dunkelheit...


Und um Euch noch ein wenig den Tag zu erhellen, hier ein paar kleine Impressionen von unserem Martinsfest:








Euch allen wünsche ich ein strahlendes Licht in Euren Herzen, sowie Kraft und Hoffnung in der Dunkelheit,
Eure Frau Wurzelzwerg

P.S.: Denkt immer daran: TEILEN MACHT SPAß!!!

Kommentare:

  1. Ich leibe St. Martin heute noch und die Umzüge sind immer sehr schön....schade wenn die Kinder dann irgendwann nicht mehr mitgehen wollen.
    Annette

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    1. Daran darf ich gar nicht denken! Wobei... dann gehe ich halt mit meiner Schwester allein hin - wir LIEBEN die Umzüge nämlich auch und mein Schwesterherz hat auch (fast) immer eine eigene Laterne :D

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  2. Grade wenn die Laternen betrachtet werden, merkt man diese Ruhe bei den Kindern. Die Zeit ist ja auch die Zeit um zur Ruhe zu komme..

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    1. Absolut! Und dann die Blicke - so andächtig. Und da muss ich sagen, dass Laternenstäbe einer echten Kerze da nicht das Wasser reichen können. So praktisch die Stäbe bei den ganz kleinen sind, aber wenn ich dann dieses warme Licht der Kerzen sehe, ihr Flackern und dann noch das Kind, wie es behutsam die Laterne trägt und auf sein Lichtlein Acht gibt... Das ist doch noch einmal etwas ganz anderes!

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