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Mittwoch, 2. März 2016

Erste Frühlingsbastelei (2)

Nachdem die herrlich bunt bemalten Blüten nun auch endlich trocken sind und die Wurzelkinder heute mal nicht so lange Kindergarten hatten und auch kaum Hausaufgaben zu erledigen hatten, konnten wir endlich mit unserer Frühlingsbastelei weiter machen.
Alles was wir heute brauchten, waren ein wenig Wolle, eine spitze Stopfnadel und ein Ast, sowie eben unsere Blüten.


Der Wurzelbub übernahm die Aufgabe des Auffädelns, während das Wurzelbüblein und das Wurzelmädchen rege diskutierten, welche Blüte die nächste sein solle...


Man muss hier vielleicht erwähnen, dass der Große es symmetrisch mag. Er rechnete auf jeden Fall aus, dass wir am besten 5 Schnüre a 4 Blüten basteln sollten...


Gesagt, getan! Die 5 Schnüre knoteten wir schließlich noch an unseren Ast (gefunden vom Wurzelbüblein) und ab damit an das Kinderzimmerfenster.


Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber wir sind begeistert!


Die Blüten bewegen sich schon bei leichtem Luftzug und sind ein toller Hingucker geworden.


So, nun aber schnell nachbasteln! Vielleicht locken wir so endlich den Frühling aus seinem Versteck ;)

Begeisterte Grüße,
Eure Frau Wurzelzwerg

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Adventimpressionen

Hui, ich war nun ein paar Tage nicht hier - aber ich war fleißig.
Die Fenster im Haus sind mit neuen Faltsternen geschmückt, das Adventgesteck wurde von Wurzelbüblein und mir gerichtet und von uns allen eingeweiht, Plätzchen wurden gebacken, der Krippenweg gestaltet. Wir haben den Adventbasar "unserer" Walsorfschule besucht und dort fleißig im Sternenbasar (Kinderbasar) mitgeholfen, den Jahreszeitentisch schon etwas überarbeitet, der Adventskalender hängt (und wurde vom Christkind heute Nacht bestückt), die Wunschzettel fürs Christkind wurden geschrieben und werden in den nächsten Tagen noch zur Abholung auf die Fensterbank gelegt...
Sie ist tatsächlich angekommen: Die Adventszeit mit ihren tollen Gerüchen, ihrem besonderen Geschmack, den großen und kleinen Wünschen und Hoffnungen, dem Warten und der Ungeduld. Weihnachtslieder, Kerzenschein, Keks- und Tannenduft füllen unser Haus und unsere Herzen.
Es gibt noch viel zu tun - und ich freue mich darauf.

...

Hier ein paar kleine Einblicke für Euch:









Ich wünsche Euch allen eine besinnliche und herzwärmende Adventszeit,
Eure Frau Wurzelzwerg


Mittwoch, 11. November 2015

St. Martin

Teilen macht Spaß!
Das ist hier bei uns ein richtiges Schlagwort - und wohl auch gerade in großen und auch kleinen (Groß)Familien eine nicht wegzudenkende Regel.

Während dies das ganze Jahr über mal besser, mal schlechter klappt, wird das Teilen am Martinstag von den Wurzelkinder gerne zelebriert. Schließlich ist Martin, der Soldat, der so selbstlos sein Geld mit den Armen und seinen Mantel mit dem Bettler teilt, ein echtes Vorbild.

St. Martin feiern wir in der Wurzelfamilie gleich 2x: Einmal mit Laternenumzug und Basar im Kindergarten und einmal mit Martinszug und Lagerfeuer in der Schule.
Das Highlight der Kinder ist jedes Mal das Martinsspiel - die Vorschulkinder führen es in der Kirche auf. Während die anderen Kinder und die Gemeinde singen, kann man sehen, wie der arme Bettler (in diesem Jahr das überaus stolze Wurzelbübchen) in Lumpen die vorübergehenden Menschen um eine milde Gabe anfleht. Niemand beachtet ihn, bis Martin auf seinem Pferd angeritten kommt und dem armen Mann endlich eine Hälfte seines durch einen Schwerthieb geteilten Mantels schenkt.
Diese Geschichte fasziniert die Wurzelkinder einfach: Wieso laufen alle Menschen am Bettler vorbei? Sie sehen doch, wie sehr er friert! Schau mal! Martin schneidet seinen Mantel kaputt, nur damit der Bettler nicht mehr frieren muss! Und vor allem: Martin gibt sein Schwert dem König zurück - er will nicht mehr KÄMPFEN, er will lieber HELFEN!

Da kann man als Mutter das ganze Jahr über versuchen zu erklären, dass, wenn man seine Sachen teilt, man zwar augenscheinlich erst einmal weniger für sich selbst hat, aber diese geteilte Freude, letztlich doppelte Freude bedeutet, da man sich GEMEINSAM freuen kann. Man kann immer wieder nach neuen Beispielen suchen, sich den Mund franselig reden - oder man schaut sich das Martinsspiel an und auf einmal ist den Kindern alles klar. Die Martinslegende scheint einfach einen besonderen Zugang zu den Herzen der Kinder zu haben.

Vielleicht ist es auch der Zauber der Laternen, der diesen direkten Zugang möglich macht?
Neben Michaeli ist das Martinsfest ein weiteres Lichterfest, dass uns Kraft geben soll in der nun immer dunkler werdenden Welt. Das Licht der Laternen symbolisiert das Licht in uns, welches wir in die Welt tragen wollen, um uns, wie auch andere zu stärken und Hoffnung zu schenken - ein kleines Licht in der Dunkelheit...


Und um Euch noch ein wenig den Tag zu erhellen, hier ein paar kleine Impressionen von unserem Martinsfest:








Euch allen wünsche ich ein strahlendes Licht in Euren Herzen, sowie Kraft und Hoffnung in der Dunkelheit,
Eure Frau Wurzelzwerg

P.S.: Denkt immer daran: TEILEN MACHT SPAß!!!

Dienstag, 29. September 2015

Michaeli

29.September - wir feiern das Michaeli-Fest zu Ehren des Heiligen Michael.

Als Erzengel steht Michael für den Mut, den er den Menschen gibt um mit sich selbst ins Reine zu kommen und - wie mit einem Schwert - Wesentliches von Unwesentlichem zu trennen.


Um auch den Wurzelkindern diesen Mut und den Kampf für das Gute näher zu bringen, erzählen wir die Geschichte des Ritters Georg, der gegen den Drachen kämpft und, dank seines Mutes und seiner Rechtschaffenheit und auch dank seines Vertrauens auf Gott, diesen auch besiegen kann.

(Das Jahreszeitenbuch, Autoren:Christiane Kutik/Eva Ott-Heidmann, Verlag: Freies Geistesleben)

Das Fest des Heiligen Michael steht also ganz im Zeichen des Mutes und es gibt viele schöne Bräuche, die sich um dieses Fest ranken.

In der Wurzelfamilie wird zunächst ein Michaeli-Brot - oder Drachenbrot gebacken. Aus Körnern mahlen wir das Mehl und formen gemeinsam den Laib. Die Wurzelkinder bevorzugen hier übrigens einen Laib, der tatsächlich wie ein Drache geformt ist.
Dieses Drachenbrot essen wir gemeinsam zu Abend. Die schönsten Gespräche finden hier zwischen den Wurzelbuben statt, die darüber philosophieren, dass sie auch gerade einen Drachen besiegt hätten und dass sie merken, dass das Brot sie ja viel mutiger mache...


Schön ist es auch, den Heiligen Georg mit einigen Ritterspielen zu ehren.
Für unsere Wurzelkinder ist es zwar fast alltäglich Ritter zu spielen, aber an Michaeli macht es doppelt Spaß.


Leider sind Michaeli-Feiern in unserer Gegend nicht üblich, sodass wir das Fest allein als kleine Großfamilie begehen und meist im Garten eigene Ritter- und Mut-Spiele spielen, gegen imaginäre Drachen kämpfen, tapfer gefährliche Aufgaben lösen und schließlich unserer Schilmaid aka dem Wurzelmädchen erklären müssen, dass ihre Brüder doch die rechtschaffenen, tapferen Ritter und nicht etwa weitere garstige Drachen sind.


In diesem Sinne wünschen wir Euch ein schönes Michaeli-Fest, sowie Mut und Rechtschaffenheit für alle Wege und Entscheidungen, die vor Euch liegen - und natürlich auch Spaß bei Ritterspiel und Drachenkampf,
Eure Frau Wurzelzwerg



Mittwoch, 23. September 2015

Der Herbst steht auf der Leiter

Der Herbst steht auf der Leiter

Der Herbst steht auf der Leiter
und malt die Blätter an,
ein lustiger Waldarbeiter, 
ein froher Malersmann.

Er kleckst und pinselt fleißig
Auf jedes Blattgewächs,
und kommt ein frecher Zeisig,
schwupp, kriegt der auch nen Klecks.

Die Tanne spricht zum Herbste:
Das ist ja fürchterlich,
die andern Bäume färbste, 
was färbste nicht mal mich?

Die Blätter flattern munter
Und finden sich so schön.
Sie werden immer bunter.
Am Ende falln sie runter.
 Peter Hacks


Habt ihr sie schon gesehen, die vielen bunten Blätter an den Bäumen, die dicken Kastanien-Igel, die nur darauf warten, dass der Wind sie vom Baum schüttelt, die reifen Früchte an den Obstbäumen?
Der Herbst ist da!!! 
Der Herbst bringt hier immer eine ganz besondere Stimmung mit sich, eine gewisse Ungeduld: Wann können wir unsere Birnen ernten? Wann fallen endlich die Kastanien? 
Und auf seine Weise öffnet der Herbst auch unsere Sinne für das Schöne und auch Vergängliche. Kaum sind die Blätter bunt, die Früchte reif, fallen sie auch schon herunter und hinterlassen eine gewisse Leere. 
Deshalb genießen wir den Herbst gerne bei ausgedehnten Spaziergängen, bei denen wir noch einmal die milde Herbstsonne tanken und - wie Frederick die Maus - Farben sammeln für die graue Zeit, die folgen wird. 


Diesen Wandel, den wir in der Natur erleben, durchlebt nun auch unser Jahreszeitentisch. Der Sommer ist gegangen und unser Herbstbild entsteht. Zunächst findet sich nur wenig auf unserem Tisch, aber das wird sich schon bald ändern. In kaum einer anderen Jahreszeit wächst der Tisch so sehr durch die gefundenen Schätze der Wurzelkinder wie im Herbst. Kastanien, bunte Blätter, Eicheln, Nüsse und vieles mehr findet den Weg zu unserem Jahreszeitentisch. 
Und das ist auch gut so! Schließlich können die Zwerge, die unseren Tisch im Herbst so gerne bevölkern, diese Schätze auch gut gebrauchen ;).


              
Viel Spaß beim Schätze sammeln und Pfützen hüpfen wünscht Euch, 
Eure Frau Wurzelzwerg


Freitag, 18. September 2015

Erste Vorbereitungen...

Jaaaaa, wir waren mal wieder fleißig - alle zusammen, na gut, Herr Wurzelzwerg musste arbeiten, aber der Rest der Wurzelfamilie hat mal wieder gemeinsam etwas gehandarbeitet.
Als bekennende Herbstfans wollten wir etwas Schönes für unseren Jahreszeitentisch vorbereiten, denn schließlich ist es nicht mehr lange hin bis zum Herbstanfang!
Also haben wir flink unsere Wollfilz-Kiste hervorgeholt und unsere Märchenwolle ebenfalls, alle die Ärmel hoch gekrempelt und los ging es mit Schneiden, Nähen, Strickgabel und Filznadel.

Die Wurzelbuben haben fleißig den Wollfilz geschnitten, wobei das gar nicht so einfach war und ohne eine wirklich gute Zackenschere für Stoff für die Wurzelbuben wohl nicht möglich gewesen wäre.
Ich genieße es, die beiden zu beobachten, wenn sie so konzentriert arbeiten. Der eine schweigend, der andere immer mal wieder munter plappernd, aber beide bisweilen mit der Zunge zwischen den Lippen. Nach getaner Arbeit hatten die Wurzelbuben 6 (fast) quadratische und 6 etwas größere (fast) rechteckige Stücke Filz vorzuzeigen.

Während ich nun die einzelnen Stücke zusammen nähte - immer ein Quadrat auf ein Rechteck -, schnappte sich das Wurzelbüblein schon seine "Wikinger-Strickgabel". Das macht er richtig gerne und gut, so hat er schließlich letztes Jahr schon einige Schnüre für unseren Weihnachtsbaum gestrickt. Bei der Wolle konnte er sich zunächst nicht recht entscheiden, fand aber schließlich die LANA GROSSA Cinque Multi Farbe 010 am herbstlichsten.


Der Wurzelbub war derweil ziemlich in die Märchenwolle vertieft - und das meine ich wörtlich - bis er auch den letzten Fitzel herbstfarbener Wolle geborgen hatte und das Wurzelmädchen stapelte in der Zwischenzeit die Reste des Filzes und sang dabei ... nicht unbedingt schön, aber begeistert und ziemlich laut. 
Schließlich fing der Wurzelbub dann mit der Filznadel an, Buchstaben in den Filz zu nadeln, immer einen auf eines der Filz-Quadrate.



Dies sind übrigens Momente, die ich liebe - wir sitzen beisammen, jeder in seine Arbeit vertieft und schließlich, wenn jeder seine Aufgabe erledigt hat, fügen wir alles zusammen und es entsteht etwas wirklich Schönes - so wie unsere neue H*E*R*B*S*T  - Girlande, die nun schon ganz bald unseren Jahreszeitentisch zieren wird.



Habt noch einen schönen Abend und freut Euch mit uns auf den Herbst,
Eure Frau Wurzelzwerg